Archiv der Kategorie: unter Linux

cpio

Kopiert Archive auf eine Festplatte, ein Bandlaufwerk oder eine Diskette. Grundsätzlich wird der Befehl mit drei Schaltern gesteuert. Je nachdem, welchen Funktionsschalter man einsetzt, sind andere Optionen möglich. Die Parameter sind folgende:

-i [Optionen] pattern
Extrahiert Daten aus einem Archiv, die auf das Muster pattern passen. Innerhalb eines Musters kann mit Metazeichen gearbeitet werden. Ist kein Muster angegeben, werden alle im Archiv befindlichen Daten extrahiert

-o [Optionen]
Kopiert die Dateien von der Standardeingabe in das Archiv

-v [Optionen] Verzeichnis
Dateien werden in das Verzeichnis desselben Systems kopiert, welches hier angegeben wird. Dabei werden die Ziele relativ zum angegebenen Verzeichnis interpretiert

In klammern stehen die Optionen {}, welche für die Funktion tatsächlich zur Verfügung stehen.
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-0
–null
{o, p}
Hier werden nullterminierte Zeichneketten verwendet. Diese enden auf das Zeichen 0.

Die Option -0 kann man also unter cpio -p und unter cpio -o verwenden; jedoch nicht unter cpio -v.
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-a
–reset-accesss-time
{o, p}
Die Eingabedateien werden auf das aktuelle Datum der Zugriffszeit gesetzt

-A
–append
{o}
Kopiert Dateien in ein bereits vorhandenes Archiv auf HD oder Diskette

-b
–swap
{i}
Vertauscht Bytes und Halbwörter

-B
{o, p}
Es werden bis zu 5120 Bytes auf einmal in das Archiv transfertiert. Standard hingegen sind 512 Bytes

-c
{i, o}
Hiermit veranlaßt man cpio, das Lesen oder Schreiben des Archiv-Header in Ascii-Zeichen durchzuführen

-C  n
–io-size=n
{i, o}
Setzten einer variablen Blockgröße, ähnlich der Option -B. Allerdings kann man hier als Größe beliebige Integerzahlen angeben

-d
–make-directories
{i, p}
Wenn ein Verzeichnis auf dem Zielsystem nicht vorhanden ist, wird es hiermit erstellt

-E datei
–pattern-file=datei
{i, o}
Extrahiert die unter datei angegebenen Dateien aus dem Archiv

-f
–nomatching
{i}
Nur die Dateien, die nicht auf die angegebenen Muster passen, werden kopiert

-F datei
–file=datei
{i, o}
Statt der Standardeingabe wird die hier angegebene Datei verwendet

-H typ
–format=typ
{i, o}
Hiermit wird das Dateisystem festgelegt. Folgende Formate sind hier gültig:
a.) bin                binär
b.) odc               POSIX.1
c.) newc            SVR4
c.) crc SVR4    mit Prüfsumme
d.) tar                tar
e.) ustar            POSIX.1 tar
f.) hpbin           veraltetes HP-UX-Format
g.) hpodc          portables HP-UX-Format

-I datei
{i}
Liest Daten aus dem Archiv datei

-l
–link
{p}
Die Dateien werden nicht kopiert, sondern verlinkt

-L
–dereference
{o, p}
Diese Option verfolgt die symbolischen Links

-m
–preserve-modification-time
{i, p}
Enthält die bisherigen Änderungsinformationen

-M nachricht
–message nachricht
{i, o}
Wenn das medium bei Bandlaufwerken gewechselt werden muß, erhält man eine Benachrichtigung

-n
–numeric-uid-gid
{i}
Zeigt bei der ausführlichen Ausgabe die Benutzer- und Gruppen-ID an

-0 datei
{o}
Leitet die Ausgabe nach datei um. Dabei kann datei auf einem anderem Rechner liegen

-r
{i}
Benennt Dateien interaktiv um

-R [Benutzer][:.][Gruppe]
–owner[Benutzer[:.][Gruppe]
{i, p}
Hiermit kann man die Benutzer- und/oder Gruppenrechte ändern

-S
–swap-half-words
{i}
Vertauscht Halbwörter

-s
–swap-half-bytes
{i}
Vertauscht Bytes

-t
–list
{i}
Gibt das Inhaltsverzeichnis der Eingabe aus

-u
–unconditional
{i}
Schaltet das unbedingte Kopieren der Daten ein, wodurch auch ältere Daten neuere überschreiben können

-v
{i, o, p}
Die Liste der Dateinamen wird ausgegeben

-V
–dot
{i, o, p}
Für jede geschriebene Datei wird ein Punkt ausgegeben. Dient nur der Fortschrittsanzeige

cp

Damit werden Dateien kopiert. Ohne zusätzlich Optionen wird dabei die Zieldatei an der Zielort kopiert, wobei symbolische Links aufgelöst werden.

Die Syntax ist
cp [Optionen] alter_Dateiname_bzw_Pfad neuer_Dateiname_bzw_Pfad

cp -a -archive
Behält die Verzeichnis- und Datenstruktur des Orginals in der Kopie soweit wie möglich bei

cp – -backup
Erstellt ein Backup der Dateien, die überschrieben oder entfernt werden

cp -d -no-derefence
Löst symbolische Links nicht auf, sondern kopiert sie so, wie sie sind

cp -f -force
Vorhandene Dateien werden ohne Nachfrage überschrieben

cp -i -interactive
Der PC fragt, bevor er die Dateien überschreibt

cp -l -link
Erstellt Links anstelle von Dateikopien

cp -p -preserve
Behält die Zugriffsrechte oder Datumsangaben der Orginals bei

cp -r
Kopiert Dateien rekursiv, also zusätzliche zu einem Verzeichnis auch die darin enthaltenen Unterverzeichnisse

cp -s -symbolic-link
Erstellt von allen Dateien und Scripts einen symbolischen Link anstelle einer Kopie

cp -u -update
Überschreibt keine Dateien, die neuer sind als als die in der Quelldatei

cp -v -verbose
Gibt den Namen jeder datei aus, bovor sie kopiert werden

cp -x -one-file-system
Kopiert keine Unterverzeinisse, die ein anderes Dateisystem besitzten als das Quellverzeichnis

cp -R -recursive
Dateien werden rekursiv kopiert

cp -help
Gibt die Hilfe zum Befehl cp aus.

comm

Vergleicht zeilenweise zwei bereits sortierte Dateien. Nach der Überprüfung wird das Ergebnis des Vergleichs in drei Spalten ausgegeben. Spalte 1 enthält dabei die Angaben, die lediglich in der ersten Datei enthalten sind. Analog dazu werden in der zweiten Spalte nur die Zeilen angegeben, die in der Zweiten Datei enthalten sind. Die dritte Spalte gibt die Übereinstimmung beier Dateien wieder.


Liest von der Standardeingabe ohne Angabe einer Datei

– Nummer
Die Angaben für Nummer werden beim Vergleich unterdrückt. Wenn man mehrere Zeilen angibt, muß man diese nicht durch einen Trenner, sondern durch ein Leerzeichen separieren

column

Formatiert die Zeilen und Spalten einer Datei oder die Eingabe über die Tastatur.

Die Syntax ist
columm [Optionen]

-c Anzahl
Die Angabe Anzahl legt die Gesamtbreite der Ausgabe fest

-s Zeichen
Wenn der Schalter -t verwendet wird, kann man mit dieser Option festlegen, welches Trennzeichen man verwenden will, um die einzelnen Felder zu trennen

-t
Hiermit formatiert man die Daten der Eingabe bzw. einer Datei zu einer Tabelle

-x
Entgegen der Standardausgabe werden hiermit zunächst die Spalten gefüllt und erst dann die Zeilen

cmp

Mit diesem Befehl lassen sich zwei binäre Dateien miteinander vergleichen.

Die Syntax ist
cmp [Optionen] datei 1 datei 2

-c
–print-chars
Gibt alle Unterschiede in Zeilennummer und Byte als Buchstaben aus

-l
–verbose
Gibt alle Unterschiede in oktaler Schreibweise aus

-i Anzahl
— ignore-initial Anzahl
Falls sich in dieser Datei ein differenter Header befindet, kann dieser hier in Form einer Byteangabe angegeben werden

-s
–silent
–quiet
Es findet keine Bildschirmausgabe statt, ein Rückgabewert erfolgt allerdings an ein aufrufendes Programm. Die Rückgabewerte sind folgende:

0
Die Dateien sind identisch

1
Die Dateien differieren

2
Auf eine Datei kann nicht zugegriffen werden

chmod

Setzen oder ändern von Zugriffsrechten. Nur root ist dazu in der Lage, diesen Befehl auszuführen.
Die Zugriffsrechte werden auch als Modus bezeichnet. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Modus einer Datei oder eines Verzeichnisses zu beschreiben.

Man kann den Modus als drei- oder vierstellige Oktalzahl auffassen. Die letzten drei Ziffern legen die Zugriffsrechte für den Besitzer, seine Gruppe und alle anderen fest. Dabei steht bei den einzelnen Bits der Wert 4 für Lesen, 2 für schreiebn und 1 für ausführen. Natürlich können die drei Zahlen addiert werden, so dass jede Ziffer einen maximalen Wert von 7 besitzen kann.
Falls man vier Ziffern angibt, steht die erste für spezielle Ausgabenmodi. Der Wert 4 bedeutet, dass das Programm mit der effektiven UID des Benutzers läuft und 2 bedeutet, dass statt der Gruppenkennung des Users die Gruppenkennung der Datei beim Ausführen verwendet wird.

Die zweite Möglichkeit ist die Beschreibung durch eine Zeichenkette. Die Zeichenkette setzt sich folgendermaßen zusammen:
[ugoa] [+-=] [rwxstugo]
Dabei steht u für den Besitzer (User), g (group) für die Gruppe, o (others) für die anderen Benutzer, und a (all) für alle, also für u, g und o
zusammen. Mit den Symbolen +, – und = kann man die Zugriffsrechte hinzufügen (+), löschen (-) und festlegen (=).
Die Werte, die man
angeben kann, sind r für lesen, w für schreiben und x für ausführen.
Außerdem kann man die Option s anwenden, die die effektive User/Gruppen-ID bei der Programmausführung ändert. Verwendet man die Option s für ein Verzeichnis, wird allen Dateien, die darin enthalten sind oder die dorthin verschoben werden, die entsprechende ID zugeordnet.
Die Option t sorgt dafür, dass Dateien, auf die andere User Schreibzugriff haben, von diesen nicht gelöscht werden können. Außerdem kann man die Optionen u, g und o verwenden, um eine Änderung der Zugriffsrechte für eine bestimmte Gruppe zu unterbinden. Zusätzlich kann man neben dem Modus noch folgende Optionen festlegen:

-c -changes
Es werden nur die Dateien angezeigt, deren Zugriffsrechte wirklich verändert wurden

-f -quiet
Es werden keine Fehlermeldungen ausgegeben, wenn Änderungsversuche fehlschlagen

-v -verbose
Alle Vorgänge werden angezeigt

-R -recursive
Es werden zusätzlich zu einem Verzeichnis auch alle Unterverzeichnisse mit den neien Zugriffsrechten versehen 

Folgende Aufrufe von chmod sind äquivalent:

chmod a=r, u+w Dateiname
chmod 644 Dateiname
Damit wird allen Usern das Lesen und dem Besitzer zusätzlich das schreiben einer bestimmten Datei erlaubt.

Mit chmod u=rwx Dateiname
chmod 700 Dateiname 
hat nur der Benutzer Zugriff auf die Datei und kann sie lesen, schreiben und auch ausführen.

chgrp

Änderung der Grupppenzugehörigkeit für eine bestimmte Datei.

Die Syntax:
chgrp [Optionen] Gruppe Datei

chgrp -c
Die ausgeführten Änderungen kann man durch eine Ausgabe einsehen

chgrp -f
Die Aufgaben werden ohne Meldungsausgaben erledigt

chgrp .R
Die Aufgabe wird rekursiv in allen Dateien und Unterverzeichnissen durchgeführt.